Story

Living in Europe after many years in South Africa and Australia opened up new spaces of thought in many ways as well as presented walls of rigidity, thus the album title of German songs.

Blue Chilli

Story

Schattenspringer is supposed to refer to someone who is doing the impossible – jumping over his or her own shadow. There are many terrible and sad things in this world, but despite the odds some people are able not to be pulled down by their circumstances but they exceed all expectations and do what seems impossible. (2000)

Lyrics

Man sagt mir oft, du bist ein Idealist

Du träumst von Idealen, die gibt’s einfach nicht

Die Menschen sind bös’, die Zukunft ist grau

Du musst überleben, nimm’s nicht so genau 

Man sagt mir oft, einmal wirst du’s verstehen

Noch bist du jung, und willst es nicht sehen

Doch deine Luftschlösser, die können nicht bestehen

Wenn der eisige Wind der Bedürfnisse weht

 

So mag es sein, und doch glaub ich es nicht

Ich will drüber springen, vom Schatten ins Licht

Ein Schattenspringer springt über sich selbst

Über den Schatten des Ichs, dem Schatten der Welt

Ein Schattenspringer stellt Fatalem ein Bein

Ein Schattenspringer möchte ich sein


Im Schatten des Ichs stumpft das Gewissen ab

Das Mitgefühl für andere legt sich zu Grab

Erfüllte Wünsche sind zwar jedermanns  Ziel

Doch gebären sie meistens nur  Macht und Habgier 

Im Schatten der Welt ist es aussichtslos

Der Streit zwischen Menschen und Völkern ist groß

Selbst der Fortschritt trägt in sich den Untergang

Und Menschen vereinsamen ihr Leben lang

Blue Chilli

Story

After visiting a fascinating exhibition in Munich titled „Beauty at the end of the 20th century”, with much impressive art as well as a most beautiful performance of Norwegian songs by the Regensburger Domspatzen, this song titled “The Beauty” (Die Schöne) emerged. It is supposed to be an analogy of beauty with her dimensions of being vain and  transitory. Real beauty seems not know that it is beautiful – once this  awareness emerges, the beauty is somehow lost or becomes empty. No one can hold onto it either – all will pass. (2000)

Lyrics

Die Schöne einst durch andere sah

Das Schöne an sich selbst

Sie sprach, das ist ja wunderbar

Bin Frühling, Sommer, Herbst

Sie sah in den Spiegel  immer zu

Kam nicht zur Ruh

Brauchte nun zum Schönersein

Das Du


Doch als die Schöne es gehört

Gesehen und geglaubt

Dass Schönheit andere betört

War sie des Schönen beraubt

Die Macht der Schönheit wollte sie

Viel zu viel, besaß sie nie

Nur Schönersein war ihr Ziel

Die Schöne suchte auf die Zeit

Wollt‘ machen einen Pact

Schön wollt sie sein bis in Ewigkeit

Im Tanz und im Takt

Die Zeit jedoch verspätet war

Um Tag und Jahr

Und siehe dar

Die Schöne war nicht mehr da

Blue Chilli

Story

This was originally a poem written for a beloved mother whilst trying to find her in the twilight between life and death. She passed away after great suffering. A little brass angle had provided her with much comfort and strength, and this little figure did not leave her hand for the last months. “Anglemother” tries to capture some of the feelings around this. (2004) 

Lyrics

Als du ihn mir schenktest

War er kühler Messingtrost

Der kleine Engel

Nun klopft er heiß in meiner Hand

Er hilft mich dich zu suchen

Durch die weite Dämmerungssteppe

Bis hin zum Engelsland

Durch die weite Dämmerungssteppe

Bis hin zum Engelsland

Doch ich kann dich nur 

durch mein kleines Fenster erkennen

Da bist du

Jenseits der zehrenden Leidenszeit

Lachend, warm und alterslos

In blaues Lied gekleidet

Lachend, warm und alterslos

Und schließt mich in die Arme


Meine Finger betasten die schwere Figur

So kann ich dich nie mehr fühlen

Deine Arme sind zu Flügel geworden

Frei und leicht auf der Freude schwingend

Uns zum Schutz und durch Ihn zum Frieden 

So stell‘ ich’s mir vor, das Gottesreich

So stell ich’s mir vor 

Und deine Rotblattbuche mit der glatten Rinde

Flüstert Trost und Halt in der Zwischenzeit

Und umfasst tief unsere Ewigkeiten

Blue Chilli

Story

Translated as “From the Mothers‘ Forest” – this song is dedicated to a beautiful baby daughter. It is about the wonder of life and its exciting journey, starting within the dense forest of the close family: mother, father and siblings, and venturing a little further each day, and the joy and wonder of this process. (2005)

Lyrics

Mit dir kam von Ferne und von Uralt

Ganz frisch ein jüngster Neubeginn

Und so wie wir alle einst begannen

Brachst du aus dem Mutterwald

Und so wie wir alle einst begannen

Brachst du aus dem Mutterwald

 

Mit dir kam auch jene weite Freude

Die unser aller Kind erkennt

Es überrascht die Zeit den Raum aufs Neue

Staunend aus dem Mutterwald

Es überrascht die Zeit den Raum aufs Neue

Staunend aus dem Mutterwald

 

Du bist uns schon tief ins Herz gekrochen

Und in deinem Werden formst du uns schon

Es gibt viel Neuland zu erforschen

Auf der Reise aus dem Mutterwald

Es gibt viel Neuland zu erforschen

Auf der Reise aus dem Mutterwald

Blue Chilli

Story

The city of Berlin is immensely inspiring - it carries so many contradictions, moving memories and thoughts, innovation and creativity. This song features twice: once in Songs of Belonging as a song about a place, and once in Songs of Spaces and Walls as a German song. (2004)

Lyrics

Berlin, Berlin, du bist Stadt und Welt

Bist grün und grau zugleich

Berlin, Berlin, du spannst dein Lichterzelt

Über alle, die Vielfalt ist reich

Berlin, verbündest Neu und Alt

Vereinst Ost und West mit Gestalt

 

Berlin, Berlin, du hast schon viel gesehen

Über hunderte Jahre der Zeit

Neben Siegen, der Pracht und dem Reichtum stehen

Die Kriege, Zerstörung und Leid

Du spiegelst das Damals im Jetzt

Und ein Widerspruchszeichen du setzt 

Berlin, Berlin

Faschismus und Mord

Die Mauer wuchs fort

Berlin

eine Mauer fiel


Berlin, Berlin, noch immer wendest du dich

Ein ständiger Wandel ist dein

Für jeden von uns brennt ein Wachstumslicht

Doch Mut muss auch dabei sein

Du rufst und forderst uns auf

Hinterfragt den Gewohnheitsverlauf 

Blue Chilli

Story

This song is about longing for home, yearning for South Africa, with its wide planes, the ocean around Table Mountain, the people... “Little Song” could be a song we could all carry in us, and it was inspired by “Kinders van die Wind“ written by Koos Du Plesis, a South African Singer-Songwriter. (2001)

Lyrics

Ich kenn ein kleines Liedchen

Es kommt aus Afrika

Verweht vom Wind des Tafelbergs

Umspült vom Ozean

Das Liedchen ist momentlos

Und singt sich durch die Zeit

Besprengt von klarer Sternenluft

Vom Wüstensand befreit 

Das Liedchen singt von Weiten

Zwischen Kap und der Karoo

Und von dem Lichter-Farbenspiel

Zwischen Tag und Nacht und Ruh

 

Das Liedchen singt vom Leben 

vom Schicksal Afrikas

Geschichten bunt, aus Herz und Stein

Vom Mut der Menschen da 

Das Liedchen aus dem Süden

Gehört allen, auch dir und mir

Die Melodie singt dich in Schlaf

Und schläft des Tags in dir 

Das Liedchen singt von Weiten

Zwischen Kap und der Karoo

Und von dem Lichter-Farbenspiel

Zwischen Tag und Nacht und Ruh

Blue Chilli

Story

„Spring“ is about the transitions of the four seasons, and especially when after much cold and a long icy winter spring begins to emerge. (2001)

Lyrics

Noch schläft die Erde tiefe Nacht

Es frostet der Schnee zum Harten

Noch hält das Licht den Winterschlaf

Die Zeit hält inne, wartend 

Die Wolken schieben tief das Grau

Die Kälte kriecht in die Lücken

Der Wind ist wiegenlos und rau

Noch will das Eis die Luft erdrücken

 

Auf einmal erschwingt sich Vogelgesang

Der Wind trägt wärmere Streifen

Die Sonne wird mutiger, die Strahlen lang

Es haucht ein Duft, der süß wird reifen 

Und plötzlich bricht die Erde auf

Sprießt junges grün und krokusbunt

Das Fest des neuen Lebenslaufs

Tut jubelnd seinem Anfang kund

Blue Chilli

Story

„Mystery“ is about the feeling of having been somewhere before, and how people are not just individuals but they are mysteriously tied to their past, their ancestors and maybe the places where they lived, and how the old is part of the new and vice versa. (1994)

Lyrics

Komm doch in mein Land

Besuch mein Wesen, unerkannt

Und ich zeig dir meine Weiten

Die Tiefen und Höhen 

Doch fragst du wer ich bin

So hat dein Fragen wenig Sinn

Denn es schlummern viele Ahnen

In den Tiefen der Seen

Und in der vergessenen Stadt uralten Steins

Da wächst ein Geheimnis aus vergangener Zeit

Das Alte ist eigentlich neu

Und geh ich auf unbekannten Straße

So geht die Vergangenheit mit

 

Mein Land hat Farben viel

Die Sonne wirft ihr Schattenspiel

Auf die Seiten meiner Seele

Wo Wolken drüber ziehen

Der Wind der Zeit weht

Ein Leben nach dem anderen geht

Doch der Vorfahren Erde

In den Kindern wird blühen 

Und in der vergessenen Stadt uralten Steins

Da wächst ein Geheimnis aus vergangener Zeit

Das Alte ist eigentlich neu

Und gehst du auf unbekannten Straßen

So geht die Vergangenheit mit

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